Online Marketing Rockstars Konferenz – Die Zusammenfassung

ONLINE MARKETING ROCKSTARSDIE KONFERENZ

Noch im Jahr 2011 kamen die erfolgreichsten und wertvollsten Unternehmen aus der Ölindustrie.

Heute, nur 6 Jahre später, hat sich dieses Blatt gewendet. Mit Nachdruck sozusagen. Die mächtigsten und ökonomisch wichtigsten Unternehmen sind unserer Tage Digitale und die Hälfte von ihnen agiert im Onlinemarketing.

Es ist, ganz eindeutig, das Zeitalter des Digital-Marketing. Ein Zeitalter, das eigentlich vielmehr “multiple Zeitmomentaufnahme” genannt werden sollte, da im Digital-Marketing Veränderungen die einzige Konstante sind.

Jeden Tag werden tausende Apps in die entsprechenden Stores geladen, Facebook-Videos und Livestreams gehen stündlich viral, Instagram Stories ziehen weitreichende Aufmerksamkeit auf sich und Buyable Pins auf Pinterest verkaufen Produkte. Beinahe jedes Unternehmen, ob ganz frisch aus dem Ei gepellt oder Uralt-Instanz auf dem Markt, versucht in diesen omnipräsenten digitalen Herausforderungen ein Stück vom Kuchen abzubekommen.

Wie das geht? Nun ja, eine einigermaßen sichere Kuchengabel ist: Sich stets auf dem neuesten Stand zu halten, Inspirationen zu suchen und natürlich auch mal etwas zu riskieren.

Alles Dinge, für die das Online Marketing Rockstars Festival steht. Für alle, die es dieses Jahr nicht geschafft haben, oder die zwar da waren, aber aufgrund von Überwältigung die Hälfte vergessen haben: Hier das Wichtigste von der Konferenz.

Im vergangenen Jahr nahmen 16 Tausend Menschen an der Konferenz teil. In diesem Jahr waren es 10 Tausend mehr! Die OMR gehört offensichtlich zu einer der größten Online-Marketing-Veranstaltungen in Deutschland. Wir haben für Euch die unserer Meinung nach wichtigsten Kernaussagen konserviert.

OMR Messe: We are #VR

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Los ging das Spektakel mit Facebooks Vice President of Ads und Altinsasse des Unternehmens seit 2006 Boztank (Andrew Bosworth). Der Kern seines Talks war ziemlich deutlich. Innovation ist der einzige Weg zum Erfolg und die mobile Revolution, von der viele schon in der Vergangenheitsform sprechen, liegt noch vor uns. Unternehmen, die diesen Trend nicht ernst genug nehmen, ihre gesamte Unternehmensstruktur nicht dementsprechend anpassen, haben kein Mitleid für Scheitern verdient. Bei Facebook beispielsweise wird die visionäre Veränderung bereits in den Projektverantwortlichkeiten gespiegelt:

We made every team responsible for both, the mobile and desktop version of the same site.

Boz: VP of Ads & Business Platform at Facebook

Online Marketing Rockstars Konferenz 2017

Auch wir haben, allein in diesem noch so jungen Jahr, schon mehrfach betont, wie überwältigend wichtig Mobiles wird. Sei es aufgrund der Einführung des Mobile First Index’ oder weil bereits jetzt Zugriffe auf Webauftritte vom Smartphone aus die Desktop-Variante um weites überholt hat.

Und die mobile Revolution, die noch vor uns liegt, bedeutet viel mehr als nur Smartphones. Boz bringt es, wenn auch um die Ecke gedacht, auf den Punkt, wenn er Facebook’s Mission der weltweiten Vernetzung ausführt:

We wanna do with interaction, what phones did for conversation: unbound it from the barrier of physical proximity.

Denn der Aufstieg des Smartphones repräsentiert genau das: Das omnipräsente Bedürfnis nach Grenzenlosigkeit (kommunikativ und gesellschaftlich). Das erklärt auch, warum eine Sache auf der OMR17 alles andere in seiner Präsenz vollständig übertroffen hat: Virtual Reality ist der nächste konsequente Schritt innerhalb dieser Bewegung und war an (wirklich) jeder Ecke der Aussteller-Hallen auf der OMR17 anzutreffen.

Diese eindeutige Erweiterung und gar Neuschaffung von Realität ist sozusagen die ultimative Übersetzung des Wunsches nach Grenzenlosigkeit auf Konsumentenseite und wird somit zum absoluten Kern aller Marketing-Ansätze in den kommenden Jahren avancieren.

Gary Vaynerchuk, CEO und Gründer von VaynerMedia, auf der Online Marketing Rockstars Konferenz

Doch was nützt all das Wissen über das, was ganz groß werden wird, was nützt das ganze Gerede und das Philosophieren, wenn ein Großteil der Verantwortlichen das Wichtigste noch nicht begriffen zu haben scheint: Denn die Grundvoraussetzung, um irgendwas zu erreichen, ist, es zu machen. Die reine Idee bringt niemanden nirgendwo hin. Und das machte Vaynerchuk sehr deutlich: Er schimpfte auf der Bühne wie ein alter Seemann über Marketer, die zwar viel sagen, aber nichts unternehmen. Über Unternehmen, die eigentlich gar nicht wissen, was sie tun, da sie keine Strategie verfolgen, kein Mission-Statement haben oder gar je darüber nachgedacht hätten. Denn ohne das generieren Unternehmen keine Aufmerksamkeit und ohne Aufmerksamkeit bleiben sie schlichtweg unsichtbar.

Sie sollten sich also folgende Fragen stellen:

What is your manifesto? Why should people care about you and your product? What’s the story behind? Once you made that clear, you get the attention. And once you have the attention, all the action starts.

sagt Vaynerchuk.

Allerdings gibt es an dieser Stelle einen interessanten Punkt zu machen: Viele Unternehmen verstecken sich heutzutage hinter fabrizierten Brand Stories, die nur so tun, als ob das Unternehmen ehrwürdige Zwecke verfolgen würde. Dass man mit dem Kauf des Produktes die Welt retten würde beispielsweise, oder dass man zu einem besseren Menschen würde. Dinge, von denen Unternehmen annehmen, sie könnten damit ihre Kunden verführen. Das Problem ist: Das funktioniert nicht. Denn Worten müssen Taten folgen, heute mehr denn je.

Gary Vaynerchuck auf der Online Marketing Rockstars Konferenz

Denn als Unternehmen — und als Mensch — muss getan werden, was gepredigt wird, um ernst genommen zu werden. Sie müssen handeln und kontinuierlich zeigen und beweisen, dass Sie keine Fälschung sind.

Das bedeutet, dass Sie wirklich innovativ sein müssen. Ihr eigenes Ding machen. Nicht allem folgen, was groß und glamourös um die digitale Ecke schaut.

I’m very concerned that most people feel that whatever the trend there is, this is what you have to do.”, erklärt Vaynerchuk. „Many of you know that video is ranking massively right now: Facebook videos are crushing it, [for instance]. But there are so many people out there that shouldn’t be producing videos because that is not the best way they communicate.

 

Wenn Sie beispielsweise nicht gut mit Worten umgehen können, sollten Sie sich auf gar keinen Fall als Blogger versuchen.

Ihr Produkt ist nicht fotogen? Lassen Sie den Foto Hype links liegen und vergessen Sie Instagram.

Sie müssen nicht tun, was man eben im Digital-Marketing so tut. Sie müssen tun, was für Sie relevant ist. Was für Ihre Kunden relevant ist, [easy-tweet tweet=“Sie brauchen eine auf fundamentale Recherche gestützte Strategie.“ user=“getstyla“ url=“http://s.styla.com/2lKifxk“ template=“dark“]

Auch wenn wir im “Zeitalter des Digital-Marketing“ leben und es eigentlich glasklar sein sollte, welche wichtige Rolle der Kommunikationsrevoluzer Social Media für die Vermarktung eines Produktes spielen sollte, behandeln viele Leute Social Media immer noch ziemlich stiefmütterlich.

Social Media ist nicht nur ein „Trend“ – es ist das Internet.

[easy-tweet tweet=“Social Media IST das Internet. Alles ist Social Media. “ user=“getstyla“ url=“http://s.styla.com/2lKifxk“ template=“dark“]

Es ist das absolute Internet. Ja, ganz ehrlich, denken Sie mal darüber nach. Im Grunde ist oder wird heute alles Kommunikation aka soziales Medium. Und unsere Smartphones sind dementsprechend die Fernbedienung unseres Lebens, so Vaynerchuk.

To me, social media is [a] slang term for the current state of the Internet. And I promise you [that] if your strategy of communicating isn’t built around those 6-7 [social media] platforms that matter, you will have zero relevancy in the next decade.

— Vaynerchuk

Selbst diejenigen unter uns, die meinen, die sozialen Medien verstanden zu haben, behandeln sie meistens völlig falsch. Als reine Vertriebskanäle, als plumper Anmachkanal sozusagen. Und auf jedem Channel mit dem gleichen Spruch. Damit missachten wir allerdings die Psychologie des Internets.

What scares me is that most of you think of these platforms as “distribution channels”. These are not “distribution channels” — these are channels where you have to narrate the story, tell it in the context of the platform. The videos that you post on YouTube and Facebook are different. You can’t take the same video and just post it for distribution. The picture on IG and FB is different. You are disrespecting the psychology of the internet.

— Vaynerchuk

Sie wollen mehr von der Online Marketing Rockstars Konferenz 2017 wissen? Bleiben Sie dran, kommen Sie wieder und erfahren Sie, warum Refinery29 uns etwas enttäuscht hat, warum Ethik im Marketing in Zeiten von Psychometrics unfassbar wichtig werden und was Googles AMP noch alles bringen wird.

Und um die Wartezeit zu versüßen: Hier finden Sie die digitalen Trends 2017, zusammengestellt mit Hilfe von über 20 Experten.

 

 

Geschrieben von

Anja Fordon is Content Marketing Manager at Styla. She creates content marketing campaigns, writes articles about digital storytelling, social media and e-commerce, sharing her expertise on both German and English blogs at Styla. When she's not doing that, she enjoys throwing paint on canvas and reading loads of books. Feel free to get in touch with her on Twitter or LinkedIn!