HOW-TO: B2C Content Marketing Im E-Commerce [Mehrteilige Ultimative Anleitung]

Content Marketing im E-Commerce Schritt für Schritt Anleitung

Kompletter Guide zur Erstellung einer Content Marketing Strategie im E-Commerce

 

Wir bei Styla arbeiten mit Onlinehändlern aus den verschiedensten Branchen zusammen. So unterschiedlich unsere Kunden auch sein mögen, zwei Fragen hören wir immer und immer wieder:

„Wir wollen Content Marketing machen. Aber worüber sollen wir denn Content kreieren?“

Die zweite Frage ist:

„Wir kreieren viel Content, wirklich. Aber wir sehen keine Resultate. Content Marketing hält nicht, was man uns versprochen hat. Warum funktioniert Content Marketing nicht?“

Falls Sie sich auch diese Fragen stellen, habe ich Antworten für Sie, aber Sie werden sie nicht mögen.

Unangenehme Wahrheit 1: Falls Sie nicht wissen, welchen Content Sie produzieren sollen, wissen Sie sehr wahrscheinlich nicht, warum und für wen Sie Content kreieren.

Unangenehme Wahrheit 2: Falls Ihr Content Marketing nicht zu funktionieren scheint, machen Sie es wahrscheinlich nicht richtig.

Die Problematik liegt häufig in der Herangehensweise: Während der transaktionale Part eines Unternehmens (Sales & E-Commerce) meistens auf durchdachte, ausformulierte Strategien und Zehn-Jahres Pläne fußen, werden Entscheidungen bezüglich des Content Marketings aus dem Bauch heraus, situationsbedingt und spontan getroffen. Schließlich ist das ja auch ein kreativer Prozess, nicht wahr?! Falsch!

Fehlende Inspiration ist ganz sicher nicht der Grund, warum Sie nicht wissen welchen Content Sie produzieren sollen oder das dieser nicht zu funktionieren scheint. Es ist das Fehlen von Daten und datenbasierten Entscheidungen. Das Fehlen einer orchestrierten Strategie.

“Aber wir haben doch eine Strategie” hört man oft darauf.

Unangenehme Wahrheit 3: Wenn Sie eine Strategie haben, die nicht funktioniert, dann funktioniert Ihre Strategie nicht und Sie müssen sie überdenken.

In unserer Serie Content Marketing für E-Commerce zeigen wir Ihnen, was es braucht, damit Ihr Content Marketing funktioniert und ROIs ausspuckt, die Sie entzücken. Von A bis Z lernen Sie alles, was es braucht, um mit Content Marketing im E-Commerce erfolgreich zu sein.

Kapitel 1: DAS FUNDAMENT LEGEN

Ziele überprüfen (und vernünftig organisieren)

S.M.A.R.T sind Ziele dann, wenn sie spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert sind. Ziele zu definieren ist die absolute Basis jeder Strategie. Und doch würden Sie wahrscheinlich gar nicht glauben, wie viele (Content) Marketer Content produzieren, ohne eine klare Agenda im Kopf zu haben. Wofür? Für wen? Warum? Diese Fragen könnten sie wahrscheinlich nicht klar beantworten.

Joe Pulizzi hat den Unterschied zwischen Content Marketern und guten Content Marketern einmal sehr treffend formuliert: Letzterer hat eine dokumentierte Content-Marketing-Strategie und vergleicht seine Aktivitäten regelmäßig mit dieser, passt seinen Content im Zweifel an und hat sich somit einen Felsen in der Brandung erschaffen.

Ziele zu definieren und sie — mindestens genauso wichtig — zu dokumentieren, bildet die Basis Ihrer zukünftigen Content Marketing Strategie. Bitte erstellen Sie nie einfach Content um des Contents Willen, oder weil Sie vage davon gehört haben oder weil es Ihre Wettbewerber eben auch tun. Sie müssen zuerst verstehen und verinnerlichen, was Sie eigentlich wirklich erreichen wollen. Ansonsten kreieren Sie nämlich nichts weiter als Content-Krach — und ganz ehrlich: Das Internet ist schon laut genug.

Also, fragen Sie sich jetzt bitte — und seien Sie kritisch — haben Sie wirklich klare Ziele im Kopf?

Ist es vielleicht Ihre Verkäufe zu steigern? Oder wollen Sie Ihre Kundenbindungen stärken? Oder versuchen Sie Brand-Awareness aufzubauen? Oder wollen Sie gar Leads generieren? Oder ist vielleicht doch das Up- und Cross-Selling Ihr höchstes Ziel?

Wir können es gar nicht oft genug betonen wie wichtig es ist zuerst zu verstehen, WAS Sie erreichen wollen, bevor Sie entscheiden WIE Sie das erreichen wollen. Aus diesem Grund werden wir den Prozess für Sie in einzelne Schritte herunterbrechen, um Ihnen zu zeigen, welche Entscheidungen getroffen werden müssen und in welcher Reihenfolge dies geschehen sollte. Machen Sie einen Plan, bleiben Sie dabei, (mindestens für 3 – 6 Monate), evaluieren Sie Ihre Erfolge und bewerten Sie dann, ob Ihre Herangehensweise die erwünschten Ergebnisse geliefert hat. Am Ende des Tages ähnelt eine Content Marketing Strategie der herkömmlichen Marketing Strategie: Sie müssen Ihre Ideen testen, um herauszufinden was funktioniert und was nicht.

Bevor wir mit der Reise in das faszinierende Land der Content Strategie beginnen, lassen Sie uns zuerst mit einer kleinen Vorbereitung starten und eine Kalkulationstabelle erstellen, in der Sie jeden einzelnen Schritt Ihrer Reise dokumentieren können. Sie können eine Vorlage für eine solche Tabelle entweder hier herunterladen oder Sie selbst erstellen. Im weiteren Verlauf dieses Guides werden wir diese Tabelle Content Strategie Matrix nennen.

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Mit jedem Kapitel werden wir diese Content Strategie Matrix Stück für Stück ausfüllen, sodass Sie am Ende dieser Serie eine vollständige und dokumentiere Content Marketing Strategie haben. Beginnen wir also mit dem ersten Schritt:

SCHRITT 1: ENTSCHEIDEN SIE, WIE SIE CONTENT MARKETING FÜR IHR UNTERNEHMEN NUTZEN WOLLEN

Keine Mehrfachauswahl — Wählen Sie nur eines aus.

  • Verkäufe steigern. Unterstützen Sie Ihr E-Commerce Team mit wertvollem Content und finden Sie die Geschichten zu Ihren Produkten.
  • Produkt-Marketing. Generieren Sie Aufmerksamkeit für Ihr Produkt und schaffen Sie Bewusstsein für dessen Sinnhaftigkeit.
  • Brand-Awareness. Machen Sie Ihre Marke bekannt und bauen Sie öffentliches Interesse auf.
  • Community. Bauen Sie eine Fangemeinschaft auf, die aktiv mit Ihnen, Ihrer Marke und Ihren Sozialen Medien interagiert.
  • Kundenbindung. Unterstützen Sie Ihre Kunden, sodass sie Ihr Produkt besser verstehen, und das Beste aus Ihrem Produkt holen können.
  • Thought-Leadership. Entwickeln Sie innovative Strategien, Antworten und Meinungen und streben Sie nach Expertise in Ihrer Branche.

SCHRITT 2: BENENNEN SIE IHRE SPEZIFISCHEN ZIELE

Entscheiden Sie sich jetzt für ein Primärziel und zwei oder drei Sekundärziele, beziehungsweise Zusatzziele. Seien Sie hier unbedingt spezifisch, kurzum: seien Sie S.M.A.R.T.

Übersetzen Sie Ihre Ziele in Leistungskennzahlen (KPIs) und legen Sie ganz konkrete Werte fest, auf die Sie zuarbeiten oder die Sie zu übertreffen versuchen (Benchmarks). Definieren Sie zudem einen realistischen Zeitrahmen, indem Sie Ihre KPIs zu erfüllen hoffen. (Übrigens: Eine ausführliche Liste verschiedener KPIs im B2C finden Sie hier.) Evaluieren Sie Ihre Ergebnisse quartalsweise.

Okay? Dann lassen Sie uns den Prozess dokumentieren:

Dokumentieren Sie Ihre Geschäftsziele in der Spalte A in Ihrer nagelneuen Content Strategie Matrix. Notieren Sie dafür Ihre Primär-Ziele sowie Ihre Sekundärziele. Als nächstes halten Sie in der Spalte B (Auswirkungen auf das Unternehmen) fest, warum Sie diese Ziele erreichen wollen. In Spalte C legen Sie Ihre Benchmark fest, an der Sie sich orientieren werden. In den folgenden Spalten (D, E, F und G) halten Sie Ergebnisse quartalsweise fest. So können Sie leicht abschätzen, was tatsächlich funktioniert und was nicht.

Die Styla Content Marketing Strategie Matrix hilft Ihnen erfolgreich im Content Marketing für Ihr E-Commerce zu sein

SCHRITT 3: FINDEN SIE IHRE KERN-BOTSCHAFT

Auch wenn Sie vielleicht meinen, dass die Kernbotschaft zum Einmaleins des Marketings gehört, ist es tatsächlich (leider) doch Fakt, dass viele Unternehmen keine solche Botschaft für sich formuliert haben, auch wenn sie schon viele Jahre im Business sind.

Was ist das eigentlich, eine Kernbotschaft? Die Kernbotschaft reflektiert den Raison d’Être Ihrer Unternehmung. Es ist die Übersetzung Ihrer Existenzberechtigung sozusagen. Warum gibt es Sie?

Ausgehend von dieser Überlegung können Sie Ihre Kern-Story entwickeln, die Ihnen wiederum als kreatives Epizentrum für jeden zukünftigen Content dienen wird.

So kreieren Sie eine Kernbotschaft:

  1. Beginnen Sie mit der Formulierung Ihrer Mission

Was wollen Sie für die Welt tun, für Ihre Kunden, für die Umwelt, für sich selbst (auch wenn das nicht empfehlenswert ist)? Was ist Ihr Beitrag? Notieren Sie ruhig einfach nur Stichpunkte oder lose Gedanken. Wir konkretisieren im nächsten Schritt.

  1. Formulieren Sie Ihre Kernbotschaft

Ableitend aus Ihrer Mission können Sie nun beginnen, Ihre Kernbotschaft zu formulieren. Was ist die Botschaft hinter jeder Geschichte, was die Quintessenz? Was ist der Vorteil, Ihren Content zu konsumieren?

  1. Leiten Sie Themen ab

Aus der Essenz lassen sich natürlich ganz verschiedene Stränge und Mitteilungen, Stories und Botschaften ableiten. Doch es ist immer eine gute Idee, ein paar Themenfelder im Vorfeld zu extrahieren.

Damit das Ganze etwas weniger abstrakt wird, sehen wir uns ein Beispiel an.

Content Marketing von Reebok

 

Mission: Empowering you to be fit for life.

Kernbotschaft: We believe those that are fit for life will be the greatest contributors to our world.

Themenfelder: exercise, nutrition, positive lifestyle, fitness inspiration

Jetzt, da sie eine Idee davon bekommen haben, was Kernbotschaften sind und wie immens wichtig sie für Ihre Strategie sind und Sie diese formuliert haben, vergessen Sie nicht, alles in Ihrer Content-Strategie-Matrix zu dokumentieren: In Feld B (Kernbotschaft) notieren Sie Ihre Mission, Ihre Kernbotschaft und einige Themenfelder. Die Kernbotschaft wird sich sehr wahrscheinlich im Laufe der Zeit noch verfeinern lassen, nichtsdestotrotz ist es wichtig, dass Sie nicht ohne eine solche starten.

SCHRITT 4: ANALYSIEREN SIE IHRE WETTBEWERBER

Es wird Zeit, über den eigenen Tellerrand zu schauen und sich Ihre Wettbewerber anzusehen. Sehen Sie sich diejenigen Unternehmen in Ihrer Industrie an, die ebenfalls Content Marketing nutzen. Sie sollten versuchen, Detektivarbeit zu leisten, und zu analysieren, welche Ziele Ihrer Wettbewerber mit ihren Content-Bemühungen verfolgen, wie erfolgreich sie damit sind und, vor allem WIE sie diese Ziele zu erreichen versuchen.

Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Versuchen Sie die Kernbotschaft Ihrer Wettbewerber zu identifizieren. Da (erschreckenderweise) nur die wenigsten Unternehmen bereits eine Kernbotschaft formuliert und kommuniziert haben, werden Sie nicht immer das Glück haben, sie einfach so zu finden. Doch Sie können sie sich herleiten, indem Sie Werbe-Claims, Produkt-Copy, Videos oder Blogbeiträge (also allen vorhandenen Content) auf einen gemeinsamen Nenner hin untersuchen.
  2. Sammeln Sie die verschiedenen Themenbereiche, die Ihre Wettbewerber mit ihrem Content abdecken.
  3. Listen Sie die verschiedenen Content Typen auf, die von Ihren Wettbewerbern genutzt werden.
  4. Analysieren Sie, wie häufig Ihre Wettbewerber ihren Content posten und haben Sie dabei ein Auge auf die Verteilung der einzelnen Content Typen.
  5. Finden Sie heraus, welche Call-To-Actions in den verschiedenen Content-Formen genutzt werden.
  6. Analysieren Sie den Konkurrenz-Content auch hinsichtlich seiner Shareability, um herauszufinden, welche Content-Typen und Themen am beliebtesten sind. Was wird wie kommentiert, wo was geteilt (das gibt Ihnen direkt auch einen Einblick hinsichtlich (nicht) funktionierender Kanäle).
  7. Und besonders wichtig: Finden Sie die Leerstellen: Welche relevanten Themen werden von Ihren Wettbewerbern nicht abgedeckt? Denn das ist Ihre Chance.

(Und auch hier gilt: Dokumentation ist das Wichtigste, also ab an die Content-Strategie-Matrix. Im Feld für die Wettbewerbsanalyse können Sie Ihre Wettbewerber Content-weise sezieren.)

Wettbewerbsanalyse für Content Marketing im E-Commerce

Versuchen Sie das gewisse Extra für jeden Ihrer Wettbewerber herauszufinden — das einzigartige Element, dass Sie von allen anderen unterscheidet. Seien Sie sich nämlich unbedingt stets bewusst: Niemand wird sich Ihren Content interessieren, wenn Sie nur die hundertste Wiederholung aufwärmen und blind das wiederholen, was sowieso schon im Internet kursiert. Um sich von der Masse abzuheben, müssen Sie anders sein, müssen Sie etwas anbieten, dass es so vorher noch nicht gegeben hat, müssen Sie einen neuen Blickwinkel einführen. Ihre Kernbotschaft wird Ihnen dabei helfen. Doch um genau diese Leerstelle ausfüllen zu können — Sie ahnen es wahrscheinlich schon — müssen Sie zuerst den Status Quo kennen.

Der USP im Content Marketing für E-Commerce ist essenziell

 

Bleiben Sie dran für das nächste Kapitel, das zeigt, wie man eine Content Persona von Grund auf neu erstellt. Um als Erste(r) zu erfahren, wann das neue Kapitel erscheint, melden Sie sich für unseren Newsletter an:

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Teil 2: KENNEN SIE IHRE NISCHE: Wie man eine Content Persona recherchiert und kreiert

Es gibt eine unumstößliche Wahrheit im Marketing: Wenn Sie versuchen, alles und jeden zu erreichen, werden Sie niemanden wirklich ins Herz treffen. Deswegen ist es so wichtig, zu wissen, welche Nische Sie ausfüllen, welche spezifische Gruppe sich für Sie, Ihr Produkt und Ihren Content interessiert.

Der Schlüssel zum Finden und Verstehen Ihres Publikums ist die Segmentierung in sogenannte Content-Personas. Sie sind Repräsentanten Ihrer Leser- und Kundschaft, die Ihren Content regelmäßig besuchen. Umso detailverliebter Sie diese Personas ausgestalten, umso effektiver werden sie für Sie arbeiten — und umso erfolgreicher wird dementsprechend Ihre Content Strategie letztlich sein.

Warum das so wichtig ist? Sie kennen sicher die Diskrepanz von Fremd- und Selbstwahrnehmung. Dieses Phänomen macht auch vor Unternehmen keinen Halt. Nicht wenige Studien haben die gigantische Lücke offenbart, die zwischen Unternehmen und deren Kunden herrscht. Die einen glauben, sie hätten verstanden, während die anderen sich überhaupt nicht verstanden fühlen.

 

Brands like to talk about how well they know what their consumers want. But the truth is, they’re barely scratching the surface

 

sagt Shareen Pathak von Digiday und bezieht sich damit auf eine Studie, die von IBM und Econsultancy durchgeführt wurde.

Diese Studie besagt, dass 81% aller Marketer behaupten, sie würden Ihre Kunden umfassend verstehen.  — und dennoch (Überraschung) fühlen sich 78% aller Konsumenten missverstanden. Und, was eigentlich noch schlimmer ist: 79% empfinden die Informationen, die sie von Unternehmen erhalten, als schlichtweg irrelevant.

Relevanz im Content Marketing im E-Commerce

Irrelevant. Das ist das Wort, das Gefühl, dass sagen wir eine E-Mail von Ihnen in den meisten Fällen auslöst. Das schmerzt, oder?!

Es gibt allerdings einen Weg, das zu verhindern:

Erstellen Sie eine Content Persona

SCHRITT 1: WÄHLEN SIE EINE NISCHE

Entscheiden Sie, wer Ihr Publikum idealerweise sein sollte. Wen haben Sie im Kopf, welche Nische wollen Sie bedienen? Tierliebhaber? Fashionistas?

SCHRITT 2: VERFEINERN SIE IHRE NISCHE

Nehmen wir also an, Ihre Wunsch-Nische sind Tierliebhaber. Das ist ziemlich breit gefasst, nicht wahr?! Denn Tiere gibt es unendlich viele. Mit so einer breit gefassten Nische, wird es schwer sein, spezifischen Content zu erstellen. Also müssen Sie diese Nische verfeinern. Eine Spezifizierung hier könnten beispielsweise “Katzenliebhaber” sein.

SCHRITT 3: UND NOCH MEHR VERFEINERUNG

Können wir “Katzenliebhaber” noch mehr spezifizieren? Ja! Wie wäre es mit “Perserkatzen-Liebhaber”? Versuchen Sie die Nische, für die Sie Content anbieten wollen, so weit herunterzubrechen, wie nur irgend möglich. So werden Sie Relevanz erreichen.

UND DANN: YEAH, TIEFEN-RECHERCHE!

SCHRITT 4: NUTZEN SIE ANALYTICS-TOOLS

Google Analytics, Alexa, Facebook Insights oder Google Adwords Display Planner und dergleichen sind ideale Orte, um demografische und andere relevante Daten über Ihr Publikum zu recherchieren. Sammeln Sie hier die so wichtigen quantitativen Daten, die Sie benötigen, um Ihre Leser wirklich zu verstehen (und um zu überprüfen, ob sich Ihre Idealvorstellung mit der Realität deckt).

Ganz konkret sind unter anderen folgende Daten für Sie interessant:

  • Alter
  • Wohnort
  • Geschlecht
  • Einkommen
  • Bildung
  • Familienstatus
  • Beruf
  • Sprache

SCHRITT 5: INVESTIGATION VON ONLINE REVIEWS

Haben Sie Wettbewerber, die ein ähnliches Produkt anbieten und ein ähnliches Publikum anstreben? Sehr wahrscheinlich. Das bedeutet, dass viele Nutzer bereits Bewertungen und Rezensionen über deren Produkt im Internet hinterlassen haben — alles interessante Einblicke, die Sie nutzen sollten, um die Vor- und Nachteile eines Produktes sowie die Bedürfnisse der Nutzer zu analysieren. Überprüfen Sie Amazon Bewertungen, Yelp Rezensionen, Bewertungen im AppStore & Google Play und so fort, um herauszufinden, was User lieben.

Amazon Bewertungen zur Erstellung der Content Persona

Nehmen wir beispielsweise diesen roten Lippenstift von Rimmel. Mithilfe der Amazon Rezensionen können Sie bereits 3 Schwachstellen des Produkts identifizieren, die Sie adressieren und verbessern könnten.

Content Persona Recherche

SCHRITT 6: SOCIAL MEDIA IM AUGE BEHALTEN

Die Welt der sozialen Medien ist sehr transparent — und deswegen ein großartiger Weg, um mehr über Ihr Publikum zu erfahren. Welche Filme mögen sie auf Facebook? Welchen Marken folgen sie auf Instagram? Was machen sie auf Pinterest? Soziale Medien helfen Ihnen dabei, ein psychographisches Profil Ihrer Leser zu erstellen und deren Vorlieben zu erfahren.

— Persönlichkeit

— Haltungen

— Werte

— Hobbies & Interessen

— Lifestyle

— Sprache

— Verhalten

Content Persona im E-Commerce

Also, krempeln Sie die Ärmel hoch und graben Sie in den Untiefen der sozialen Medien. Untersuchen Sie Facebook Gruppen, Online Foren & Communities, Quora, Reddit und so weiter.

SCHRITT 7: SPRECHEN SIE MIT IHREN EXISTIERENDEN KUNDEN

Die Online Recherche wird etwas Zeit kosten, und das ist gut so! Sie ist die perfekte Vorbereitung für das, was dann kommt: Um Ihre Kunden WIRKLICH und VOLLSTÄNDIG zu verstehen, müssen Sie mit ihnen REDEN! Alle Analyse, alles Vermuten und Ableiten ist für die Katz, wenn Sie Ihre Ergebnisse nicht evaluieren können.

Führen Sie unter Ihrem Kundenstamm Online-Umfragen durch, stellen Sie ihnen ein paar offene Fragen und sammeln Sie die relevanten Berührungspunkte, die Ihre Kunden mit Ihrem Produkt haben.

Tools Content Persona im E-Commerce

Versuchen Sie persönliche Treffen mit Ihren Kunden zu arrangieren: Laden Sie sie proaktiv in Ihre Büros ein, treffen Sie sie bei Events oder in Ihren Läden und haben Sie ein gutes und vor allem offenes Gespräch mit ihnen bei einer Tasse Kaffee. Persönlicher Kontakt ist DAS ultimative Geheimrezept für extrem gute Personas.

Schärfen Sie das Bewusstsein Ihrer Mitarbeiter und öffnen Sie Ihre Ohren! Jeder einzelne Mitarbeiter im Unternehmen sollte stets bereit sein, die Fragen, Sorgen und Nöte Ihrer Kunden aufzunehmen. Bei jedem Telefongespräch, jeder E-Mail. Kritik und Lob sind großartige Quellen und Themen-Inspirationen.

Hier ein paar Basic-Fragen, die Sie immer parat haben sollten:

— Wie haben Sie unsere Marke / unser Unternehmen entdeckt?

— Warum haben Sie sich für unser Produkt entschieden?

— Kennen Sie Alternativen zu unserem Produkt / unserer Marke und wenn ja, was gefällt Ihnen daran besonders?

— Was ist das Beste daran, unser Produkt zu nutzen?

— Wie können wir unser Produkt verbessern, um Ihre Bedürfnisse noch besser erfüllen zu können?

— Wann und wie nutzen Sie unser Produkt?

Jede Marke, jedes Unternehmen hat unterschiedliche Ziele und Produkte, und selbstverständlich ganz verschiedene Missionen, deswegen können (und sollen) sich die Fragen unterscheiden.

SCHRITT 8: SETZEN SIE IHRE PERSONA ZUSAMMEN:

Jetzt haben Sie mit all Ihren Kunden gesprochen, haben all die wichtigen Fragen gestellt, haben sich in die Tiefen der Internet-Social-Media-Recherche begeben und haben alle Informationen zusammengetragen. Das hat Sie sicher einiges an Zeit gekostet, vielleicht sogar Monate (und das ist gut! Sie werden es in den ROIs sehen). Jetzt ist es Zeit, all das Wissen in Kohorten zu segmentieren, das heißt in Gruppen aufzuteilen, welche die gleichen Interessen teilen.

Versuchen Sie bestimmte Muster in den Daten und Antworten herauszufiltern und daraus verschiedene Personas abzuleiten: Was sind “typische” Probleme, “typische” Fragen, “typische” Vorlieben.

Ganz wichtig: Geben Sie Ihren Personas einen Namen und ein Gesicht. Es ist wichtig, dass Sie keine abstrakten Datenansammlungen erschaffen, sondern “echte” Charaktere. In unserem Content Marketing im E-Commerce für Anfänger Leitfaden haben wir bereits ein Beispiel für eine Persona integriert. Falls Sie Inspiration suchen.

SCHRITT 9: PERSONA ALS CONTENT IDEENPOOL

Großartig: Nun, da Sie eine fein säuberlich aufgestellte und dokumentierte Content-Persona haben, ist es an der Zeit Ihren Content an deren Bedürfnisse und Probleme zu orientieren, also Themen abzuleiten, die Ihrer Persona Nutzen bringen werden. Kreieren Sie spezifische und konkrete Motive für Ihren Content. Schreiben Sie also keinen allgemeinen Content, wie zum Beispiel “Wie dekoriere ich mein Schlafzimmer”, sondern überlegen Sie sich immer einen engeren Kontext, in diesem Fall zum Beispiel “Wie dekoriere ich mein Schlafzimmer luxuriös mit wenig Geld”.

Dokumentieren Sie Ihre Content Personas in Ihrer Content Matrix. Notieren Sie für jede Persona darin Keyword-Stränge, die repräsentieren, welche Themen dieser Persona helfen werden. Befüllen Sie mit diesen Informationen in Feld D.

Content Persona im E-Commerce in der Content Strategie Matrix

Und nächste Woche? Lernen Sie, wie Sie eine Content Strategie erstellen. Dranbleiben lohnt sich!

Geschrieben von

Olga Rabo is our content marketing and community manager. She is also a digital nomad and an avid storyteller with thousands of ideas about millions of things that she captures on the Styla blog. Whenever she has a spare minute, she also travels and runs a blog of her own.